Wer in Potsdam gerade kauft und wie lange ein Verkauf dauert
Potsdam wächst seit dem Jahr 2000, Ende 2025 zählte die Stadt 185.137 Einwohner, bis Ende 2040 erwartet sie mehr als 200.000. 2023 gab es 76.262 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, so viele wie nie seit 1990; zu den größten Arbeitgebern zählen Land, Stadt, Universität, Stadtwerke und die Mittelbrandenburgische Sparkasse. Die Bahnverbindungen zwischen Potsdam und Berlin sind die meistgenutzten Pendlerstrecken der Region: S 7 und RE 1 fahren direkt nach Berlin, A 10 und A 115 binden die Stadt an das Autobahnnetz an.
Für Villen und Landhäuser war 2025 ein starkes Jahr: Der Gutachterausschuss zählte 27 Verkäufe mit zusammen 79,9 Millionen € Umsatz, nach 11 im Jahr davor. Bei gewöhnlichen Eigenheimen blieb das Preisniveau stabil. Zur Vermarktungsdauer veröffentlicht der Ausschuss keine Zahlen. Ob ein Haus schnell verkauft wird, entscheidet sich meist am ersten Angebotspreis, denn wer hier sucht, kennt die Vergleichsangebote.
So läuft der Hausverkauf in Potsdam ab
Die Bodenrichtwerte beschließt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Potsdam, seine Geschäftsstelle sitzt im Fachbereich Bauen, Denkmalschutz, Vermessung und Geoinformation der Stadtverwaltung in der Friedrich-Ebert-Straße 79/81. Grundbuchsachen bearbeitet das Amtsgericht Potsdam im Haupthaus in der Hegelallee 8. Einsicht gibt es dort nur nach telefonischer Terminvereinbarung, Auszüge beantragen Sie schriftlich. Liegt Ihr Haus in einem Denkmalbereich wie der Berliner Vorstadt, fragen Sie vor dem Verkauf bei der Denkmalbehörde der Stadt nach bestehenden Auflagen. Was Käufer an Papieren sehen wollen: Unterlagen für den Hausverkauf.
„Viele Eigentümer im Potsdamer Norden fürchten, das neue Quartier in Krampnitz mache ihre Häuser weniger wert. Tatsächlich entsteht dort vor allem ein anderes Angebot als ihres.“
Krampnitz ist für rund 10.400 Bewohner geplant, die meisten Fertigstellungen werden erst Anfang der 2030er-Jahre erwartet. Den Boden dort bewertet der Gutachterausschuss als urbanes Gebiet mit einer Geschossflächenzahl von 1,3, also dichter Bebauung mit vielen Wohnungen. Wer ein freistehendes Haus in Fahrland, Neu Fahrland oder Groß Glienicke verkauft, spricht andere Käufer an. Kommt die geplante Straßenbahn, die nach Berichten erst ab 2030 fahren soll, profitiert der ganze Norden von der besseren Anbindung.