Wer in Tempelhof gerade kauft und wie lange ein Verkauf dauert
Tempelhof liegt nah an der Innenstadt und ist gut angebunden: Sechs U6-Bahnhöfe verbinden den Ortsteil mit Friedrichstraße und Wedding, am Bahnhof Tempelhof halten die Ringbahnlinien S41, S42, S46 und S47, an der Attilastraße die S2. Über die Anschlussstellen der A 100 sind Sie schnell auf dem Stadtring. Arbeitsplätze bieten das Flughafengebäude mit Veranstaltungen und Büros, das Ullsteinhaus am Teltowkanal, das Einkaufszentrum im Hafen Tempelhof und die Gewerbegebiete an Oberlandstraße und Teltowkanal.
Im Milieuschutzgebiet zwischen Feld und Kanal sind laut Bezirksamt 45 % der Wohnungen klein, mit ein oder zwei Zimmern. Solche Wohnungen kaufen Paare und Alleinstehende, die selbst einziehen, und Anleger, die vermieten. Häuser in der Gartenstadt suchen vor allem Familien, die Auswahl dort ist klein. Wie schnell Ihr Verkauf geht, hängt also stark davon ab, ob Sie eines der seltenen Gartenstadthäuser anbieten oder eine von vielen Wohnungen.
So läuft der Hausverkauf in Tempelhof ab
Anders als viele erwarten, liegt das Grundbuch für Tempelhof beim Amtsgericht Kreuzberg in der Möckernstraße 130. Einsicht gibt es dort nur nach telefonischer Terminvereinbarung, und weil Teile des Grundaktenarchivs ausgelagert sind, kann es dauern, bis alte Akten vorliegen. Grundbuchauszüge können Sie werktags von 9 bis 13 Uhr beantragen. Bauakten verwahrt das Bauarchiv des Bezirks im Rathaus Schöneberg, geöffnet dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr, die Gebühr liegt je nach Aufwand zwischen 5 und 100 €. Fordern Sie beides früh an und prüfen Sie mit der Liste Unterlagen für den Hausverkauf, was noch fehlt.
„Viele Eigentümer einer Wohnung im Milieuschutzgebiet Tempelhof fürchten, der Bezirk könne ihnen beim Verkauf dazwischenkommen. Tatsächlich hat die Gemeinde beim Verkauf einer Eigentumswohnung gar kein Vorkaufsrecht.“
Das Baugesetzbuch nimmt Rechte nach dem Wohnungseigentumsgesetz ausdrücklich aus. Betroffen sein können nur ganze Grundstücke, und auch dort ist das Vorkaufsrecht seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2021 kaum noch anwendbar. Im Gebiet zwischen Tempelhofer Feld und Teltowkanal gehörte laut Untersuchung des Bezirks schon 2018 gut ein Viertel der Wohnungen Eigentümergemeinschaften. Ich würde deshalb keinen Abschlag für ein angebliches Risiko geben, sondern Käufern offen sagen, welche Umbauten der Milieuschutz begrenzt.