Wer in Lichterfelde gerade kauft und wie lange ein Verkauf dauert
Lichterfelde ist auch ein Arbeitsort. Der Charité Campus Benjamin Franklin am Hindenburgdamm hat 890 Betten, an der Finckensteinallee hat das Bundesarchiv seinen größten Standort, dazu kommen Teile des Bundesnachrichtendienstes, die Bundesanstalt für Materialforschung und das Kraftwerk Lichterfelde. Ärztinnen, Wissenschaftler und Beamte, die nah am Arbeitsplatz wohnen wollen, kommen deshalb als Käufer in Frage. Mit fünf S-Bahnhöfen an S1, S25 und S26 erreichen Pendler auch die Innenstadt ohne Umsteigen.
Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf sind nur 74,9 % der Wohnungen Mietwohnungen, in ganz Berlin 85,1 %. Eigentum ist hier also verbreiteter als anderswo in der Stadt, auch bei Wohnungen. Wie lange es bis zum Notartermin dauert, hängt vor allem an Preis und Unterlagen. Bei Villen mit Denkmalschutz rechnen Sie mit mehr Fragen nach Genehmigungen und Auflagen, halten Sie die Antworten deshalb schriftlich bereit.
So läuft der Hausverkauf in Lichterfelde ab
Für Lichterfelder ist der Weg zum Grundbuch kurz: Das Grundbuchamt des Amtsgerichts Schöneberg sitzt im Ortsteil an der Ringstraße 9. Wegen Bauarbeiten gehen Besucher seit Ende August 2026 über den Eingang an der Söhtstraße hinein, Einsicht beantragen Sie per E-Mail. Bauakten liegen im Bauaktenarchiv des Bezirksamts im Rathaus Zehlendorf, die denkmalrechtliche Genehmigung erteilt das Stadtentwicklungsamt Steglitz-Zehlendorf. Welche Papiere Sie für den Notar zusammenstellen sollten, zeigt die Übersicht Unterlagen für den Hausverkauf.
„Viele Eigentümer in Lichterfelde Süd fürchten, das neue Quartier Neulichterfelde nehme ihnen die Käufer weg. Tatsächlich ist dort noch kein Haus gebaut, und das meiste wird Mietwohnung.“
Laut Bezirksamt sind auf dem früheren Übungsgelände Parks Range rund 2.700 Wohnungen und Häuser geplant. Davon gehen über 1.000 Wohnungen an die landeseigene degewo, mehr als die Hälfte gefördert, Reihenhäuser sind es nur rund 420. Fertig sein soll alles 2035. Wer ein Haus mit eigenem Garten sucht, findet dort also über Jahre nur ein kleines Angebot. Ich sehe das Quartier für Bestandshäuser in der Nähe eher als Argument: Geplant sind ein Stadtplatz am S-Bahnhof, drei Kitas und eine Schule.